Karl Martin Schröter

Karl Martin Schröter
Unser Bürgermeisterkandidat bei der Kommunalwahl 2014
Karl Martin Schröter ist der Bürgermeisterkandidat der FDP Garmisch-Partenkirchen bei der Kommunahlwahl 2014.
Beim Neujahrsempfang am 28.1.2012 wurde er von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger der Öffentlichkeit vorgestellt.
Karl Martin Schröter wurde am 28.1.1961 in Münster (Westfalen) geboren und ist seit 1994 Bürger der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen. Er ist mit Beatrix Schröter verheiratet. Beide haben eine 19-jährige Tochter, die in England studiert.
Karl Martin Schröter studierte Geschichte, Politikwissenschaften und Osteuropäische Geschichte an den Universitäten Grenoble und Münster und hat die Abschlüsse Licence d'Histoire, Maitrise d'Histoire und Magister Artium erworben.
1985 wurde er in den höheren Auswärtigen Dienst aufgenommen.
Von 2003 bis 2007 war er Europapolitischer Berater der FDP-Bundestagsfraktion mit verschiedenen Auslandsstationen in Brüssel (EU), Israel und jetzt Spanien. Er hat verschiedene wissenschaftliche Aufsätze und Rezensionen publiziert und spricht fließend Englisch, Spanisch und Französisch.
Zurzeit ist er Kulturattaché der Deutschen Botschaft Madrid, kommt aber so oft es geht nach Garmisch-Partenkirchen und wird die heiße Phase des Kommunalwahlkampfs in Garmisch-Partenkirchen verbringen.
Alle Beiträge von Karl Martin Schröter im Weblog der FDP Garmisch-Partenkirchen
Sehen Sie hier die Antrittsrede des Bürgermeisterkandidaten beim Neujahrsempfang am 28.1.2012:
Soweit die Rede nicht aufgezeichnet wurde, können Sie diese hier nachlesen:
"Als Vater weiß ich nur zu gut, daß Garmisch-Partenkirchen viel zu wenig für Kinder, Jugendliche und junge Familien leistet. Lebenshaltungskosten und Kindergartengebühren sind hier sehr teuer.
Demgegenüber hat Garmisch-Partenkirchen ein gewaltiges demographisches Problem. Die Schülerzahlen sind in den letzten zehn Jahren um 20% gesunken. Heute haben wir weniger Einwohner als 1970. Das heißt, wir tun viel zu wenig für junge Familien. Schauen wir nach Murnau:
Murnau ist eine blühende Gemeinde mit wachsender Einwohnerzahl. Davon können wir lernen und nicht nur von Kitzbühel und St. Moritz.
2012 will die Marktgemeinde € 15.000,-- in unsere viel zu wenigen Spielplätze investieren. Das sind 55 Cent pro Einwohner. Nur 55 Cent pro Einwohner!
Besser ist es, auf die eine oder andere Schneekanone, nicht an der Kandaharabfahrt oder am Gudiberg, aber beispielsweise an Kochelberg- und an der Hornabfahrt zu verzichten und Erträge an der Sprungschanze zu erwirtschaften und das so verdiente Geld für junge Familien auszugeben. Unterstützen wir private Kitas oder senken wir die hohen Gebühren für Kindergärten!
Das Rathaus hat 2011 den Haushalt ausgeglichen indem für fast € 4,3 Mio. Grundeigentum verkauft wurde.
Für 2012 steht weiteres Tafelsilber zum Verkauf an.
Warum eigentlich? Sind wir so klamm in Garmisch-Partenkirchen? Der gute Kaufmann verkauft nur in Zeiten der Not. Die Marktgemeinde muß handeln wie ein guter Kaufmann. Sie hat keine Not, sie wirtschaftet nur falsch. Mein Vorschlag ist: Verpachten. Mein Appell an den Gemeinderat ist: Stoppen Sie das Verkaufen! Wirtschaften Sie nachhaltig, so wie ein guter Kaufmann! Dort, wo wir verpachten, zum Beispiel am Pflegersee, am Kurpark oder auf der Esterbergalm, haben wir solide, stetig fließende Einnahmen. Und die Pächter sind zufrieden.
Meine Politik wird sein, nachhaltig für uns und unsere Kinder zu wirtschaften und grundsätzlich nichts mehr zu verkaufen.
Durch Pacht oder Erbpacht sparen Investoren Geld, weil sie keinen Grunderwerb leisten müssen. Im Gegenzug kann die Marktgemeinde Auflagen machen. Beispiel: Wir verkaufen nicht den Bichlerhof, sondern geben dem Investor das Grundstück als Erbbaurecht. Der Investor spart so die Grunderwerbkosten. Die Marktgemeinde kann dem Investor vertraglich die Auflage machen, das so gesparte Geld in einen Spielplatz oder in ein anderes soziales Projekt zu investieren. So haben alle Bürger etwas davon.
Unsere Olympiabewerbung war eine große Niederlage. Nicht so sehr, weil wir in Durban verloren haben, sondern weil die Bewerbung die Gemeinde gespalten hat. Ich habe nie verstanden, warum Grundeigentümer kurzfristig erfahren, daß ihre Flächen benutzt werden sollen. Und warum sie, wenn sie sich wehren, nach allen Regeln der Kunst unter Druck gesetzt werden, um ein politisches Ziel durchzuboxen. In einer Demokratie kann so etwas nicht gutgehen.
Diese Politik aus dem Rathaus fand nicht nur bei der Bewerbung für die Olympischen Spiele statt, sondern hat geradezu System. Das zeigt die Diskussion um den Kurpark.
Diesen Stil müssen wir ändern. Kein Bürgermeister kann Politik gegen die Bürger machen, sondern nur mit den Bürgern.
Garmisch-Partenkirchen ist viel zu einseitig auf Sport und Tourismus ausgerichtet. Ich möchte als mittelfristiges Projekt Hochschuleinrichtungen nach Garmisch-Partenkirchen holen. Das geht natürlich nur im Einvernehmen mit der hiesigen Wirtschaft, unseren Nachbargemeinden und vor allem der Regierung des Freistaats, wenn die Initiative Erfolg haben soll. Aber wir haben gute Trümpfe: Klimaforschung, alpine Forschung und Gesundheit. Wenn es uns gelingt, mehr Forschungs- und auch Hochschuleinrichtungen nach Garmisch-Partenkirchen zu holen, dann schaffen wir außerdem gutbezahlte Arbeitsplätze und machen somit gute Wirtschaftsförderung.
Was in Garmisch-Partenkirchen fehlt, ist ein Ortsentwicklungsplan aus einem Guß. Wir haben keinen kommunalpolitischen Rahmen, der uns sagt, wohin wir mit unserer Gemeinde wollen. Stattdessen Flickschusterei und Streit. In der Vergangenheit wurden verschiedene Anläufe gemacht, aber alles ist in den Schubladen im Rathaus verschwunden. Deshalb verstehe ich den Frust, den viele hier bei diesem Thema umtreibt.
Ich vespreche Ihnen folgendes und bitte Sie, mich beim Wort zu nehmen:
Nach den Kommunalwahlen machen wir einen Kassensturz. Für alle Bürgerinnen und Bürger wird das Rathaus offen darlegen, wo wir finanziell stehen.
Desweiteren werde ich im Rathaus eine Arbeitsgruppe bilden, um einen Ortsentwicklungsplan für die Gemeinde zu erarbeiten. Diese wird nicht allein hinter verschlossenen Türen, sondern im offenen Dialog auf verschiedenen Foren mit Ihnen arbeiten. Wir wollen gemeinsam prüfen und erarbeiten, wie und wohin sich Garmisch-Partenkirchen entwickeln soll.
Das was wir so gemeinsam erarbeiten, wird nicht in den Amtsstuben bleiben, sondern es wird dem Gemeinderat als Entwurf vorgelegt.
Nachdem der Gemeinderat den Ortsentwicklungsplan beraten und entschieden hat, werde ich mich dafür einsetzen, daß es einen Bürgerentscheid gibt. Das alles soll binnen eines Jahres nach den Kommunalwahlen geschehen. Deshalb nenne ich dieses Projekt GAP 2015.
Mit GAP 2015 werden wir endlich den ordnungspolitischen Rahmen haben, mit dem wir erfolgreich Investoren werben und Wirtschaftsförderung betreiben können.
Wir haben so viele Möglichkeiten, so viel Potential in Garmisch-Partenkirchen. Wir müssen es nur gemeinsam besser nutzen.
Ich möchte Garmisch-Partenkirchen mit Ihnen voranbringen, so daß alle Bürgerinnen und Bürger etwas davon haben. Ich möchte Transparenz und Bürgergemeinschaft. Dafür bitte ich Sie um Ihre Unterstützung."
